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Fünf Tage alternative Musik in der Wallonie, seit 1989 auf einer Wiese bei Dour nahe der französischen Grenze. Rund 100.000 Besucher, Programm zwischen Hip-Hop, Techno, Indie und allem, was sich schwer einsortieren lässt. Gilt als das eigenwilligste Großfestival Belgiens.
Fünf Tage auf einer Wiese im wallonischen Kohlerevier bei Dour, kurz vor der französischen Grenze. Rund 100.000 Leute übers Wochenende, aber gefühlt kleiner, weil sich alles auf acht bis zehn Bühnen verteilt. Musikalisch das Gegenteil eines runden Mainstream-Programms: französischer und belgischer Rap, Techno und Elektronik bis morgens, Post-Punk, Afrobeat, Experimentelles. Wer nur Namen kennt, wird hier wenig finden — wer entdecken will, sehr viel. Crowd ist jung, überwiegend französischsprachig, ausgeprägte Feierkultur, deutlich weniger poliert als bei den flämischen Großfestivals. Camping ist zentral und ziemlich rau, DIY statt Komfort, viel Improvisation. Alkohol und Substanzen spielen eine sichtbare Rolle, es gibt Awareness-Angebote vor Ort. Insgesamt eher ekstatisch als chillig, mit langen Nächten und kurzen Nächten dazwischen. Aus dem Rheinland etwa drei Stunden Fahrt, Aachen ist die naheliegende Sammelstelle.
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